Wie erstelle ich eine übersichtliche Buchführung?

Die Buchführung gehört in jedem Unternehmen zum Alltag dazu. Viele Unternehmer sehen sie als ärgerliche Pflichtaufgabe. Eine ordentliche Buchhaltung hat jedoch zahlreiche Vorteile für dich. Sie dient nicht nur dazu, die Nachweispflicht gegenüber den Behörden zu erfüllen, sondern ist auch die Grundlage, um deinen Erfolg und deine Entwicklung zu bewerten. In diesem Artikel erfährst du, wie du deine Buchführung aufbaust und warum es wichtig ist, auf eine ordentliche Buchhaltung zu achten.

Was genau wird in der Buchführung erfasst?

Der Sinn der Buchführung ist, alle Geschäftsvorgänge innerhalb eines Unternehmens zu dokumentieren. Dies geschieht anhand von Belegen, die für jeden einzelnen Vorgang vorhanden sein müssen. Erfasst werden die Vorgänge in chronologischer Reihenfolge. Es folgt eine sachliche Sortierung. Darüber hinaus wird die Buchführung zeitlich unterteilt. Die Abschnitte, in die unterteilt wird, sind abhängig von der Größe des Unternehmens und dem Umfang der Geschäftsvorfälle. Oftmals wird die Einteilung von den Behörden vorgegeben, da in bestimmten Abständen Steuererklärungen gefordert werden. Es gibt monatliche, vierteljährliche sowie jährliche Berechnungszeiträume.

Wie bereits erwähnt, werden alle Geschäftsvorfälle in der Buchhaltung erfasst. Hierbei handelt es sich nicht nur um Vorfälle, die direkt mit einem Geldtransfer zusammenhängen, wie Zahlungen oder Einnahmen. Auch Sachleistungen, geldwerte Leistungen und viele andere Vorgängen lassen sich verbuchen. Grundsätzlich gilt, dass alle Geschäftsvorgänge, die irgendwie eine Auswirkung auf das Ergebnis des Unternehmens haben, in die Buchführung einfließen.

Wo liegen die Ursprünge der Buchführung?

Obwohl die Buchführung bürokratisch und modern anmutet, ist sie bereits sehr alt. Im antiken Mesopotamien, also etwa um 3500 v. Chr., wurden Abrechnungen vorgenommen, deren Ziele vergleichbar mit denen der modernen Buchhaltung sind. Die mittelalterlichen Kaufleute, die Handel in Europa und dem Morgenland trieben, verfeinerten die Methoden. Vor allem venezianische Kaufleute und die Fugger trieben die Techniken voran. Im 15. Jahrhundert kannte man bereits Warenkonten und auch die Bilanz entstand zu dieser Zeit. Das Prinzip der doppelten Buchführung, das auch heute noch angewendet wird, entstand nachweislich ebenfalls zu dieser Zeit. Der Staat griff diese Methoden auf und führte für Kaufleute die Buchführungspflicht ein. Ziel dieser Pflicht war es, Steuern zu erheben und den Handel zu kontrollieren.

Was ist das Ziel der Buchhaltung?

Es gibt verschiedene Ziele, die mit einer Buchhaltung erreicht werden. Je nachdem, wie sorgfältig und aktuell du deine Buchführung führst, ist es möglich, mehrere oder alle Ziele effektiv zu erreichen. Ein wichtiger Zweck ist es, die relevanten Zahlen für die Steuererklärungen bereitzustellen. Oftmals sind hier enge Fristen von den Behörden gesetzt, sodass die Buchhaltung schnell, sauber und zeitnah arbeiten muss. Die monatliche Umsatzsteuervoranmeldung zum Beispiel ist immer zum 10. des nächstens Monats fällig, sodass nur wenige Tage Zeit bleiben, die notwendigen Daten zu sammeln.

Rückschlüsse über die Entwicklung deines Unternehmens

Gleiches gilt für den wichtigen Jahresabschluss. Egal, ob du eine Bilanz oder eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung erstellst, alle Zahlen für den Jahresabschluss stammen aus der Buchführung. Damit einher geht die Möglichkeit, anhand der Buchführung Rückschlüsse über die Entwicklung und den Erfolg deines Unternehmens zu ziehen. Du erkennst zum Beispiel, ob du im letzten Jahr Gewinne oder Verluste eingefahren hast. Über die Jahre ist es möglich, zu erkennen, in welche Richtung sich dein Unternehmen entwickelt. Auch einzelne Posten lassen sich dank der Übersichtlichkeit gut miteinander vergleichen. So erkennst du, welchen prozentualen Anteil bestimmte Ausgaben an den Gesamtkosten haben. Dank der digitalen Buchhaltung ist es mittlerweile auch problemlos möglich, solche Daten in Echtzeit abzufragen. Eine entsprechend gut geführte Buchhaltung liefert dir also permanent Informationen über die finanzielle Situation deines Unternehmens.

Auch detaillierte Informationen über bestimmte Prozesse sind greifbar. Die Kosten- und Leistungsrechnung zum Beispiel ist nur auf Basis einer guten Buchführung erstellbar. Mit dieser Rechnung kontrollierst du, wie wirtschaftlich du arbeitest. Für die Berechnung sind alle Kosten und Einnahmen notwendig. Somit ist es nur möglich, eine genaue Kosten- und Leistungsrechnung zu erstellen, wenn du exakte Daten zur Verfügung hast.

Doppelte Buchführung und Abschreibungen

Weiterhin ist vor allem die doppelte Buchführung hilfreich, um das Anlagevermögen im Überblick zu behalten. Zum Anlagevermögen deines Unternehmens zählen Sach- und Finanzanlagen sowie immaterielle Vermögenswerte. Wenn du Investitionen in Maschinen, Computer und ähnliche teure Dinge tätigst, werden diese gesondert in der Buchhaltung behandelt. Die Kosten für diese Anschaffungen werden über die Jahre hinweg steuerlich geltend gemacht. Man spricht in diesem Fall von Abschreibungen. Je mehr Anlagegüter du hast, desto unübersichtlicher wird die Verwaltung. Hier hilft die doppelte Buchführung – insbesondere auch ein Buchführungsprogramm.

Abschreibungen werden kontinuierlich gebucht. Ohne doppelte Buchführung müsstest du manuell deine Anlagegüter überwachen und für jedes einzelne Wirtschaftsgut alle relevanten Daten separat festhalten. Jeden Monat müsstest du dann überprüfen, welche Werte du für die Abschreibungen als Betriebsausgabe geltend machen kannst. Stattdessen werden bei der Anschaffung die Abschreibungen für die kommenden Jahre direkt errechnet.

Es gibt zum Beispiel die Möglichkeit, Buchungslisten zu erstellen. Diese werden der Buchführung hinzugefügt, sodass sie jeden Monat automatisch verbucht werden. Einige Anlagegüter haben Nutzungszeiträume von zehn oder mehr Jahren. Hier ist es schwer, die Übersicht zu behalten, wenn du permanent an die Abschreibungen denken musst. Ebenfalls schleichen sich schnell Fehler ein, wenn die Abschreibungskosten immer wieder neu berechnet werden.

Besonders kompliziert wird es, wenn du Anlagegüter progressiv abschreibst. Im Unterschied zu linearen Abschreibungen verändert sich der Wert, der in die Buchführung eingetragen wird, im Laufe der Jahre. Auch diese Veränderungen brauchst du nicht zu überwachen, da du die korrekten Werte direkt bei der Anschaffung für den kompletten Abschreibungszeitraum berechnet hast. Besonders praktisch ist diese Eigenschaft der doppelten Buchführung in Kombination mit einer Buchführungssoftware. Hier nimmst du die Buchungen am Anfang des Jahres für jeden Monat im Voraus vor.

Welcher Unterschied besteht zwischen der einfachen und der doppelten Buchführung?

In der Praxis kommen zwei Arten von Buchführungen zur Anwendung. Zum einen ist dies die doppelte Buchführung, die deutlich häufiger genutzt wird. Zum anderen gibt es die einfache Buchführung. Diese ist Kleinunternehmern, Freiberuflern sowie Land- und Forstwirten vorbehalten. Die einfache Buchführung darf jedoch nur eingesetzt werden, wenn bestimmte Umsatz- oder Gewinnwerte nicht überschritten werden. Hier werden nur gängige Geschäftsvorgänge erfasst. Sie ist einfach aufgebaut und listet Einnahmen und Ausgaben in chronologischer Reihenfolge auf.

Nicht erfasst werden unter anderem Anlagegüter und das Betriebsvermögen. Auch Abschreibungen musst du separat im Auge behalten. Im Gegensatz dazu bietet die doppelte Buchführung mehr Möglichkeiten. Hier sind auch Nebenbücher vorgesehen, in denen du Rechnungen von Lieferanten sowie Kunden zum Zeitpunkt der Lieferung aufnimmst. Dies ermöglicht es, Umsätze und Steuerbeträge zum Zeitpunkt der Leistung zu berechnen, wie es die Gesetze für Kaufleute und Kapitalgesellschaften fordern.

Weiterhin bietet die doppelte Buchführung die Möglichkeit, bestimmte Konten durch Überträge über Jahresabschlüsse hinweg zu übernehmen. Dies ist wichtig für den Vergleich des Eigenkapitals. Auf diese Weise lässt sich schnell und auf einen Blick erkennen, welche Entwicklung das Eigenkapital über die Jahre hinweg genommen hat. Daraus wiederum lassen sich Rückschlüsse über den Erfolg und den Gewinn oder Verlust deines Unternehmens ziehen.

Bilanzierungspflicht oder Einnahmen-Überschuss-Rechnung?

Ein Unterschied besteht auch in der Form des Jahresabschlusses, den du anfertigst. Kaufleute und Unternehmen mit einem gewissen jährlichen Umsatz oder Gewinn fallen unter die Bilanzierungspflicht. Freiberufler und Kleinunternehmer oftmals hingegen nicht. Diese Selbstständigen reichen nur eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung beim Finanzamt ein. Meistens geschieht dies zusammen mit der Einkommensteuererklärung.

Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung ist deutlich einfacher zu erstellen. Hier werden nur die jährlichen Einnahmen und Ausgaben berücksichtigt. Die Bilanz hingegen erfordert eine detaillierte Aufstellung über das Anlagevermögen sowie über das Eigenkapital. Die einfache Buchführung liefert nicht die notwendigen Daten, um eine Bilanz zu erstellen. Deshalb ist die Einnahmen-Überschuss-Rechnung direkt an die einfache Buchführung gekoppelt. Die doppelte Buchführung hingegen ist zusammen mit der Bilanz die übliche Art und Weise, wie größere Firmen ihre Buchhaltung und den Jahresabschluss organisieren.

Wie werden Geschäftsvorfälle in die Buchführung aufgenommen?

Das zentrale Werkzeug und die Grundlage der Buchhaltung sind die Konten. Ähnlich wie du es von deinem Bankkonto kennst, werden auch die Konten in der Buchführung geführt. Es hat sich die Bezeichnung T-Konto etabliert. Der Grund für diesen Namen liegt in dem Aufbau des Kontos: Es verfügt über zwei Seiten, die Buchungen in Soll und Haben aufnehmen. Darunter werden alle Vorfälle mit ihrem entsprechenden Wert gebucht.

Einteilung der Konten

In der Buchhaltung werden Geschäftsvorfälle nach ihrem Inhalt kategorisiert. Aus diesem Grund gibt es auch verschiedene Konten. So gelingt eine Sortierung der Geschäftsvorfälle, zum Beispiel in betriebliche Aufwendungen, Einnahmen, Löhne und so weiter. Darüber hinaus unterscheidet man zwischen verschiedenen Formen von Konten. Konten, die in ähnliche Kategorien fallen, werden in den gleichen Bereich einsortiert. Um die Übersicht zu behalten, gibt es einheitliche Kontenrahmen, die von Steuerberatern und Buchhaltungsprogrammen eingesetzt werden. Diese Kontenrahmen geben jedem Konto eine vier- oder fünfstellige Zahl. Durch diese umfangreiche und detaillierte Aufteilung ist es möglich, alle relevanten Geschäftsvorfälle innerhalb eines Unternehmens in der Buchführung zu berücksichtigen.

Die verschiedenen Konten und Kontengruppen werden darüber hinaus unterschiedlich behandelt. Es gibt fortlaufende Konten, die zu Beginn eines Geschäftsjahres das Endsaldo des vorherigen Jahres übernehmen. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Bankkonto deines Unternehmens, das sich ebenfalls in der Buchführung findet. Andere Konten hingegen beginnen immer mit einem Saldo von null. Dies sind zum Beispiel die Ertragskonten. Der Grund hierfür liegt in dem Einfluss auf die Bilanz. Der Saldo deines Bankkontos hat keinen Einfluss auf den Gewinn oder Verlust deines Unternehmens. Die Summe deiner Einnahmen und Ausgaben hingegen schon. Aus diesem Grund werden diese Umsätze in die Bilanz übernommen und für jedes Jahr einzeln berechnet.

Praxisbeispiel

Wenn du einen Geschäftsvorfall in der Buchführung eingeben willst, identifiziert du also zunächst die angesprochenen Konten. Angenommen, du hast Druckerpapier für deinen Betrieb eingekauft: Da du nicht mit Druckerpapier handelst, ist diese Ausgabe eine betriebliche Aufwendung. Im Kontenrahmen SKR-04, der in vielen Buchführungen eingesetzt wird, gibt es das Konto 6815 für Bürobedarf. Weiter angenommen, du hast dieses Druckerpapier bar bezahlt, also aus der Kasse deines Unternehmens. Auch hier suchst du im Kontenrahmen das entsprechende Konto raus. Es handelt sich um die Nummer 1600, die als Kasse bezeichnet ist. Als Beleg gilt die Quittung, die du beim Kauf erhalten hast. Auf dieser ist ebenfalls das Datum vermerkt, an dem du den Kauf getätigt hast. Hast du das Papier etwa am 17. Mai gekauft, wird der Vorgang nun unter diesem Datum in der Buchführung aufgenommen.

Weiterhin weist die Rechnung eine Umsatzsteuer und den Umsatzsteuersatz aus. Dieser liegt bei 19 Prozent. Der Gesamtbetrag der Rechnung beträgt 14,95 Euro und als Umsatzsteuer sind dementsprechend 2,39 Euro ausgewiesen. Wenn du als Unternehmer berechtigt bist, Vorsteuer abzuziehen, wird dies im Buchungssatz ebenfalls berücksichtigt. In diesem Fall wird zusätzlich das Konto für die abzugsfähige Vorsteuer angesprochen. Hier kommt in der Regel das Konto 1400 zum Einsatz.

Der Buchungssatz beginnt also damit, dass du am 17. Mai auf dem Konto 1800 einen Betrag von 14,95 Euro Haben einträgst, denn dein Kassenstand ist ja um diese Summe gesunken. Auf der anderen Seite werden 12,56 Euro im Soll auf das Konto 6815 gebucht. Unternehmen, die zum Vorsteuerabzug berechtigt sind, buchen immer Nettowerte auf die Aufwandskonten. Die restlichen 2,39 Euro werden ebenfalls im Soll gebucht. Diese kommen auf das Vorsteuerabzugskonto 1400. Wie du siehst, ist die Summe des Buchungssatzes exakt null. Sowohl im Soll als auch im Haben hast du 14,95 Euro verbucht.

Dies ist einer der Grundsätze der Buchführung: Ein Buchungssatz muss immer eine ausgeglichene Summe haben. Wenn du ein Buchführungsprogramm einsetzt, verhindert dieses automatisch ungerade Buchungen.

In welchen Situationen wird eine Buchführung noch benötigt?

Die Informationen, die eine Buchführung liefert, werden im Geschäftsalltag häufiger benötigt. Zum Beispiel fordern Banken oder andere externe Geldgeber Aufstellungen, Jahresabschlüsse oder Bilanzen, bevor Kredite bewilligt werden. Diese Daten erhältst du nur aus deiner Buchführung. Auch für deine eigenen Entscheidungen sind die Daten hilfreich. Machst du Pläne für die Zukunft, denkst über Investitionen oder den Ausbau deiner Geschäftstätigkeit nach, findest du hier die Zahlen, die dir bei den Entscheidungen helfen.

Wie organisiere ich meine Buchführung am besten?

Um alle potenziellen Vorteile zu nutzen und gleichzeitig möglichst wenig Aufwand zu haben, ist eine systematische Organisation notwendig. Obwohl die moderne Buchführung größtenteils elektronisch und digital verwaltet wird, kommst du nicht ohne die klassische Papierform aus – vor allem, weil die meisten Quittungen, Belege und Rechnungen nach wie vor in dieser Form ausgestellt werden. Belege erfüllen eine zentrale Funktion und sind eine der Grundlagen der Buchhaltung. Es gilt der Grundsatz, dass keine Buchung ohne Beleg vorgenommen wird.

Die Organisation dieser Belege ist ebenfalls von hoher Bedeutung. Da die Buchhaltung generell chronologisch aufgebaut ist, bietet sich für die Belege das gleiche System an. Dies ist aber abhängig von der Größe deines Unternehmens und der Art der Buchführung. Eine einfache Buchführung lässt sich problemlos auf diese Art und Weise gliedern. Große Firmen hingegen, die viele Rechnungen ausstellen, trennen die Rechnungen und andere Belege voneinander. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung ebenfalls separat erfasst werden. Dann existieren zwei oder mehr Ablagesysteme nebeneinander.

Belege sinnvoll archivieren

Als Ablagesysteme bieten sich Ordner an. Diese werden ordnungsgemäß mit den notwendigen Informationen beschriftet. Hilfreiche Informationen sind die Art der abgehefteten Belege sowie der Zeitraum. Auf diese Weise lassen sich Belege auch über viele Jahre hinweg ordentlich sortieren und archivieren. Bei Bedarf werden die entsprechenden Ordner hervorgeholt und eine Rechnung ist in kurzer Zeit gefunden.

Zudem hilft dir ein weiteres System, die Ordnung und den Überblick zu behalten: Nummeriere alle Vorgänge durch. Diese Nummerierung erfolgt in der Reihenfolge, in der die Belege in der Buchhaltung eingegeben werden. Gleichzeitig wird die fortlaufende Nummer nicht nur auf dem Beleg vermerkt, sondern auch im System, zum Beispiel der Buchführungssoftware. Darüber hinaus schreibst du diese Nummer auch auf Listen, die du als Buchungsübersicht verwendest. Hier erhält der entsprechende Buchungssatz die exakt gleiche Nummer wie der Beleg und die Buchung im System. Im Ordner sind die Belege dann nicht nur chronologisch, sondern gleichzeitig auch nummerisch sortiert. Auf diese Weise ist es problemlos möglich, anhand einer Nummer den entsprechenden Beleg oder die Buchung zu finden. Hierbei ist es auch unerheblich, ob du eine Buchung anhand des Belegs oder den Beleg über die Buchung suchst.

Externe Hilfe

Entscheidend ist außerdem, ob du deine Buchhaltung komplett in Eigenregie verwaltest oder ob du Hilfe von einem externen Buchhalter oder einem Steuerberater in Anspruch nimmst. Viele kleinere und mittlere Unternehmer übertragen die Aufgabe der Buchführung an einen Steuerberater.

Dies hat gleichzeitig den Vorteil, dass die Belege sortiert und kontrolliert werden, was Fehler vermeidet. Auch die Steuererklärungen und den Jahresabschluss erstellt der Steuerberater, was dir Arbeit abnimmt. Dennoch obliegt dir nach wie vor die Aufgabe, die Grunddaten zu erfassen. Hierunter fallen verschiedene Arbeiten. Zum einen gilt es, alle Rechnungen, Belege und andere relevante Informationen zu sammeln. Hier bietet es sich an, diese Schriftstücke sofort an einem Ort zu sammeln, beispielsweise in einem Ordner. Auf diese Weise ist es einfacher, am Monats- oder Quartalsende die gesammelten Belege dem Steuerberater zu übergeben. Zum anderen verhinderst du so, dass Rechnungen verloren gehen oder du viel Zeit investieren musst, um die Belege zusammenzustellen.

Was gibt es beim Führen einer Kasse zu beachten?

Wenn du über eine Kasse verfügt, wie sie in Ladengeschäften der Standard ist, erweitert sich dein Aufgabenbereich nochmals. Für viele Unternehmer ist die Kasse eine Quelle für viele Fehler in der Buchführung. Zwei der Gründe hierfür sind mangelnde Sorgfalt und ein fehlendes System. Viele führen das Kassenbuch und die eigentliche Geschäftskasse getrennt voneinander. Die Einnahmen und Ausgaben werden nur unregelmäßig zwischen Buchführung und Kasse synchronisiert. Dann passiert es, dass Vorgänge vergessen werden, was zu falschen Kassenbeständen beziehungsweise Abweichungen zum realen Stand führt. Abhilfe und gleichzeitig eine Erleichterung schaffst du auf zwei Wegen. Einerseits ist es hilfreich, sich die Routine einer Tagesabrechnung anzugewöhnen. Alle Belege werden den Tag über gesammelt und ins Kassenbuch eingetragen. Dann werden die Bareinnahmen als komplette Summe, wenn nötig getrennt nach Steuersätzen, eingetragen.

Der letzte Schritt besteht darin, den Bargeldbestand der Kasse mit der Summe im Kassenbuch zu vergleichen. Beide Beträge müssen immer exakt gleich sein. Andererseits gibt es in der modernen Buchführung die Möglichkeit, eine elektronische Kasse einzusetzen. Diese ist entweder mit einem Buchführungsprogramm verbunden oder gibt dir die Tagesstände in anderer digitaler Form aus, beispielsweise als Excel-Tabelle. Auf diese Weise ersparst du dir viel Arbeit und ständige Kontrollen. Außerdem ist der Kassenbestand so zu jedem Zeitpunkt exakt zu bestimmten.

Macht eine Software Sinn?

Generell lohnt sich ein Blick auf Buchführungsprogramme. Software kann dir im Alltag viel Arbeit abnehmen und sorgt für Übersichtlichkeit. Solche Programme bieten Vorteile für kleine wie große Unternehmen. Wenn du als Kleinunternehmer nur einmal im Jahre eine Steuererklärung abgibst, kennst du den Aufwand, der am Jahresende wartet. Gibst du hingegen in regelmäßigen Abständen alle Vorgänge in der Buchführungssoftware ein, erübrigt sich die Vorbereitung für den Jahresabschluss. Das Programm erstellt automatisch aus deiner aktuellen Buchführung die notwendigen Daten für die Steuererklärung.

Dies gilt übrigens auch für den Jahresabschluss. Ohne Programm wird dieser per Hand erstellt, was erneut viel Arbeit bedeutet und Fehlerquellen birgt. Die Software hingegen erstellt eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung für dich auf Knopfdruck.

In mittleren und größeren Unternehmen, in denen mehrere Abteilungen simultan für die Buchführung relevante Vorgänge erzeugen, sorgt eine zentrale Buchführungssoftware ebenfalls für Übersicht und Arbeitserleichterung. Die Vorgänge müssen nicht mehr umständlich gesammelt und ein zweites Mal von der Buchhaltung bearbeitet werden. Stattdessen sorgt das System dafür, dass sie sofort bei der Erstehrung korrekt erfasst werden. Ein Beispiel hierfür ist eine elektronische Kasse, die in die Buchführung integriert ist. Einnahmen und Ausgaben werden direkt in der Buchhaltung registriert. Ein weiterer Vorteil dieser Systeme ist es, dass deine Buchhaltung jederzeit auf dem aktuellen Stand ist. So fragst du hilfreiche Informationen, wie sie bereits in diesem Artikel erwähnt wurden, schnell über das System ab.

Einige dieser Buchführungsprogramme sind auch mit Schnittstellen ausgestattet, die du zum Datenaustausch mit deinem Steuerberater nutzen kannst. Über eine solche Schnittstelle werden die gesammelten Daten eines Abrechnungszeitraums auf digitalem Weg an deinen Steuerberater übermittelt. Bei einigen Programmen ist es auch möglich, alle Rechnungen und Belege einzuscannen und den Beträgen direkt zuzuordnen. Dies erspart es dir, persönlich die Buchführungsunterlagen bei deinem Steuerberater abzugeben. Außerdem stehen dem Steuerberater ordentliche, digitale Daten in einem Format zur Verfügung, die dieser einfach weiterverarbeiten kann. Viele Steuerberater bieten dir günstigere Tarife, wenn du in Rücksprache mit ihnen ein System einsetzt, dass auch für ihn Vorteile hat.

Alle hier genannten Informationen sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Wir weisen jedoch daraufhin, dass wir keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen können. Insbesondere ersetzt dieser Inhalt keine rechtliche oder steuerliche Beratung im Einzelfall. Für eine Beratung in rechtlichen oder steuerlichen Angelegenheiten wende dich bitte an einen Anwalt oder Steuerberater deines Vertrauens.