Einfach und durchdacht den Markt für deine Geschäftsidee analysieren

Sich auf dem Markt zu etablieren oder mit eigenen Produkten und Dienstleistungen einen Trend auszulösen, ist der größte Wunsch junger Unternehmer und Start-ups. Zu Beginn eine intelligente Marktanalyse durchzuführen, ist dabei Unternehmen jeder Sparte zu empfehlen. Mit den richtigen Verfahren findest du heraus, wie ein potenzieller Kunde tickt und wie deine Firma kein teures Lehrgeld in der Investitionsphase zahlt. In der Praxis sind verschiedene Methoden etabliert, um Einstiegschancen für das eigene Unternehmen zu ermitteln.

Was genau wird bei einer Marktanalyse überprüft?

Eine Geschäftsidee erfolgreich in der aktuellen Marktsituation einzubringen und zeitnah erste Kunden zu gewinnen, wünschen sich alle Existenzgründer. Gerade junge Unternehmen haben häufig keinen Überblick über die Entwicklungen ihrer Wirtschaftsbranche, den generellen Markt und das Verhalten potenzieller Kunden. Ein schneller Informationserwerb ist der Schlüssel, um strategische Planungen in der Anfangsphase eines Unternehmens und regelmäßig in der Folgezeit durchzuführen.

Auch wenn zukünftige Entwicklungen nur grob abgeschätzt werden können, ist ein Blick auf frühere und aktuelle Gegebenheiten auf dem relevanten Markt ein wertvoller Anhaltspunkt. Im Rahmen einer Marktanalyse wird der Ist-Zustand von Markt, Kunden, Trends und mehr beleuchtet, wobei sich je nach Analysemethode unterschiedliche Schwerpunkte setzen lassen. Die systematische Untersuchung des Zielmarkts passt du im Laufe der Zeit an, beispielsweise um vom generellen Marktpotenzial eines neuen Produkts zur langfristigen Marktforschung zu gelangen.

Welche Formen der Marktanalyse sind besonders etabliert?

Die professionelle Marktbeobachtung orientiert sich an verschiedenen Faktoren, die du im Vorfeld der Analyse festlegen musst. Ziel und Aufgabe der Marktanalyse steckst du im ersten Schritt ab, genauso wie einen bestimmten Zeitpunkt als Stichtag oder einen bestimmten Zeitraum für die Auswertung. Zu den wichtigsten Analysearten gehören:

Die Branchenanalyse

Bei dieser steht eine Bewertung der externen Faktoren des Marktes im Vordergrund. Durch die Auswertung soll ein fundierter Blick auf die Branche entstehen, in der sich der Unternehmer als neuer Markt etablieren möchte.

Die Konkurrenzanalyse

Oft sind schon Wettbewerber auf dem Markt, die ähnliche Produkte und Dienstleistungen anbieten wie du mit deiner eigenen Firma. Diese Konkurrenten systematisch in ihrer Marktposition und ihrem Marktverhalten zu analysieren, hilft dir beispielsweise beim Aufdecken potenzieller Nischen und Chancen.

Die Vertriebsanalyse

Diese Form der internen Firmenanalyse legt den Fokus auf die Optimierung deiner hausinternen Vertriebsabteilung. Auf diesem Weg lassen sich zukünftige Strategien für einen erfolgreichen Vertrieb und ein durchdachtes, kosteneffizientes Marketing ermitteln.

Kundenanalyse

Diese externe Analyseform hilft, ein oder mehrere Zielgruppen für die eigenen Produkte oder Services zu ermitteln. Nach Festlegung einer Zielgruppe lässt sich das Verhalten von Kunden genauer unter die Lupe nehmen.

Markt- und Trendanalyse

Die aktuelle Marktsituation ist ausschlaggebend dafür, ob sich ein neues Produkt schnell auf dem Markt etablieren kann. Mit dieser externen Analyse durchleuchtest du aktuelle Trends sowie die generelle Marktlage, was als Basis zukunftsweisender Prognosen dienen kann.

Es gibt weitere Formen der Marktanalyse, die auch von der Art deines Unternehmens abhängen. Beispielsweise kannst du neben dem Vertrieb andere Abteilungen einzeln in den Fokus nehmen, um diese unabhängig zu durchleuchten und Ansätze für die innerbetriebliche Optimierung zu finden. Langfristig lohnen sich außerdem regelmäßige Absatzanalysen, um zu prüfen, ob deine Bemühungen Früchte im Hinblick auf einen höheren Umsatz und Gewinn getragen haben.

Die wichtigsten Kennzahlen der Marktanalyse ermitteln

Für die interne Bewertung deines Unternehmens und die externe Bewertung des Marktes gibt es einige grundlegende Kennzahlen. Hausinterne Zahlen erhältst du aus der Buchhaltung oder dem Vertrieb. Für Kennzahlen der externen Wettbewerbsanalyse greifst du auf weitere Datenquellen zurück. Diese reichen von offiziellen Veröffentlichungen, beispielsweise des Statistischen Bundesamtes, bis zu Geschäftsberichten deiner Konkurrenten und Kennzahlen deines Zielmarkts. Die Erhebung dieser relevanten Daten ist für einzelne Unternehmen nicht immer einfach, weshalb viele die Marktanalyse von Branchenexperten erstellen lassen.

Zu den wichtigsten Kennzahlen gehören konkret:

  • Absatz- und Umsatzanteil: Für diese Kennzahl arbeitest du mit deinen konkreten Absatz- oder Umsatzzahlen. Diese kannst du in Relation zum generellen Marktvolumen in deinem Branchenumfeld stellen. Hieraus leitest du deinen absoluten Marktanteil her.
  • Relativer Marktanteil: Diese Größe berücksichtigt nicht nur deinen aktuellen Absatz, sondern auch dein zukünftiges Marktpotenzial. Hierbei wird eine Relation zwischen deinen Umsätzen und deiner Rolle auf dem Markt und dem größten Wettbewerber deiner Branche erstellt.
  • Marktausschöpfung: Märkte unterliegen einer stetigen Veränderung, ein vorhandener Kundenkreis ist kein starres Gebilde. Mit dieser Kennzahl wird prozentual erfasst, auf welches Konsumverhalten das aktuelle Angebot auf dem Markt trifft und welches Wachstumspotenzial in Zukunft erwartbar ist.

Viele Kenngrößen setzen eine detaillierte, intelligente Marktbeobachtung voraus, die einzelne Unternehmer oder Selbstständige nicht selbst leisten können. Hier heißt es, für eine fundierte Grundlage mit einem externen Anbieter zusammenzuarbeiten. Dieser wird neben den entsprechenden Fachkenntnissen über einen Datenzugang zu allen relevanten Marktdaten verfügen, die du als einzelner Unternehmen sonst mühsam zusammensuchst.

Was sind die wichtigsten Methoden zur Analyse?

Die SWOT-Analyse

Die namhafteste Analysemethode, die interne und externe Aspekte gleichermaßen berücksichtigt, ist die SWOT-Analyse. Diese fasst Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken zusammen, wobei stets eine paarweise Betrachtung bezüglich externer und interner Einflussfaktoren erfolgt. Diese verschiedenen Ergebnisfelder fasst du schließlich in einer sogenannten SWOT-Matrix zusammen.

Die SWOT-Analyse setzt eine Konkurrenzanalyse voraus, da sie auch externe Marktdaten berücksichtigt. Chancen und Risiken werden dabei nicht nur von Konkurrenten beeinflusst, sondern von den generellen Trends des Marktes. Die Ermittlung von Stärken und Schwächen ist hingegen Teil der internen Analyse, wobei zur Erarbeitung von Alleinstellungsmerkmalen eine fundierte Kenntnis des Marktes notwendig ist.

Branchenstrukturanalyse

Viele Neu-Unternehmer wissen zu Beginn nicht, welche Wettbewerber überhaupt auf dem Markt sind und welche jüngsten Marktentwicklungen die Branche aufweist. Dies kannst du strukturell analysieren, um mehr über Anzahl und Art der Konkurrenten und die Mechanismen der Branche zu erfahren. Mit einem Fokus auf die Marktlage fließen in die Strukturanalyse alle relevanten Faktoren rund um das eigene Produkt oder die angebotene Dienstleistung ein. Hierzu gehört der Kunde genauso wie Produzenten von Zulieferteilen, Lieferanten und andere Marktteilnehmer.

Die Branchenstrukturanalyse ist häufig der erste Schritt, da Teile der ausgewerteten Daten für eine SWOT-Analyse herangezogen werden können. Eine detaillierte Branchenstrukturanalyse liefert Informationen für die SWOT-Matrix und deckt den externen Analyseteil umfassend ab.

Portfolio-Analysen

Ein Unternehmen kann sich verschiedene Ziele setzen, die es mit seiner zukünftigen Geschäftstätigkeit erreichen will. Wie realistisch diese Ziele sind, hängt von der aktuellen Firmenstruktur und diversen Umweltfaktoren ab. So kann eine durchdachte Portfolio-Analyse aufzeigen, für welche Geschäftsfelder sich zusätzliche Investitionen lohnen und welche stärker zu vernachlässigen sind.

Während die SWOT-Matrix primär Informationen aus einem Ist-Zustand zusammenfasst, geht es bei der Portfolio-Analyse stärker um die strategische Ausrichtung in der Zukunft. Natürlich kannst du für diese Untersuchung einige Informationen und Daten aus dem SWOT-Modell heranziehen, um das konkrete Firmenpotenzial zu ermitteln oder eine anderweitige Marktforschung überflüssig zu machen. Wie bei jeder Firmen- und Wettbewerbsanalyse hängt dies sehr von der individuellen Zielsetzung der Auswertung ab.

Die richtige Vorgehensweise für jede Marktanalyse erneut festlegen

Obige Überlegungen und Analysemethoden zeigen, dass es viele Ansätze und Wege für fundierte Marktanalysen gibt. Grundsätzlich hast du die Möglichkeit, verschiedene Analyseformen in unterschiedlichen Zeitabständen zu nutzen. So wirst du öfter eine grundlegende Marktforschung betreiben wollen, um deine Rolle auf dem Markt richtig einzuschätzen und ausbauen zu können. Willst du hingegen ein neues Produkt zu deinem Angebot hinzufügen oder weisen Wettbewerber besondere Entwicklungen auf, sind einmalige Auswertungen eine wichtige Grundlage für deinen Erfolg.

Professionelle Anbieter von Firmen- und Wettbewerbsanalysen sind mit allen strategischen Anforderungen von Unternehmen in diversen Situationen vertraut. Diese zeigen dir auf, in welcher Marktsituation sich eine Auswertung des Status quo lohnt oder welche intelligente Marktbeobachtung zukünftige Entwicklungen abbilden kann.

Die Erkenntnisse der Marktanalyse richtig nutzen

So vielfältig die Analysemethoden sind, so umfangreich sind die Nutzungsmöglichkeiten der erzielten Ergebnisse. Die strategische Planung und die Abschätzung zukünftiger Entwicklungen von Unternehmen, Branche und Markt sind für etablierte Firmen die wichtigsten Gründe, verschiedene Auswertungen zu erstellen. Gerade größere Unternehmen führen in kurzen Abständen eine Wettbewerbsanalyse durch, damit das Verhalten der Wettbewerber sofort erfasst und richtig beantwortet werden kann.

Nicht zuletzt hilft dir die Marktanalyse dabei, deinen Businessplan zu schreiben. Damit beantragst du deinen Gründungszuschuss, wenn du aus der Arbeitslosigkeit heraus selbstständig werden möchtest. Durch den Businessplan zeigst du, wie du deine Geschäftsidee vorbereitet hast, und erhöhst deine Chancen auf eine finanzielle Förderung. Dies gilt natürlich auch im Umgang mit Investoren oder der Aussicht, Banken und andere Kreditgeber zu einem Investment zu bewegen.

Vom Fachwissen etablierter Dienstleister der Branche profitieren

Je detaillierter und professioneller die erstellte Marktanalyse ist, umso besser gestaltet sich die Grundlage für deine zukünftigen Firmenentscheidungen. Unternehmer aller Branchen und Größen sind mit einer eigenen Marktanalyse überfordert oder möchten lieber auf die Erfahrung von Fachleuten vertrauen. Unternehmensberatungen oder Spezialisten im Bereich Marktforschung sind der richtige Ansprechpartner, wenn du mehr über den Zielmarkt wissen oder deinen Vertrieb und dein Marketing verbessern willst. Achte bei der Auswahl eines Dienstleisters auf dessen Fähigkeiten und Leistungsschwerpunkte. Manche verfügen über ein großes Spektrum an Markt- und Unternehmensdaten, andere helfen primär bei der Analyse unternehmenseigener Strukturen.

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